Radiofrequenzablation (RFA)


Überblick

Die Radiofrequenzablation (RFA) ist eine minimal-invasive Methode, mit der unter lokaler Betäubung gutartige Schilddrüsenknoten unterschiedlicher Größe, Beschaffenheit und Funktion (heiß, kalt) thermisch „entfernt“ werden. Die dafür verwendete Spezialsonde wird mit Hilfe des Ultraschalls gesteuert. Im Gegensatz zur Schilddrüsenoperation, bei der ein Teil oder die ganze Schilddrüse entfernt wird, handelt es sich hierbei um ein sicheres und besonders Gewebe schonendes Verfahren. Die Schilddrüse bleibt erhalten und erholt sich sogar. Nach dem Eingriff ist meistens keine Schilddrüsenmedikation erforderlich. Die gefürchtete OP-Narbe gibt es nicht.

Ablauf

Die RFA wird stationär durchgeführt. Die Therapiesitzung an sich dauert je nach Knotengröße 10 bis 30 Minuten. Sie werden am nächsten morgen bereits aus dem Krankenhaus entlassen.

Vorbereitung

Eine vorherige Tumorszintigraphie (MIBI) und eine Feinnadelpunktion (FNP/FNCC) ist erforderlich. Beide Verfahren werden in unserer Abteilung durchgeführt. Die Ergebnisse beider Verfahren müssen negativ sein. Bei einem frühen Therapietermin sollten Sie nüchtern sein, bei einem späten Termin ist ein kleines Frühstück erlaubt. Alle Details erfahren Sie in unserem ausführlichen Aufklärungsgespräch , in dem wir Sie über potenzielle Risiken und Nebenwirkungen informieren.

Erstattung

Die Therapie mittels Radiofrequenzablation ist eine Leistung, welche von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen wird.